Anlässlich ihrer bevorstehenden Abreise nach Kolumbien feierten Tanja und Eduardo am 16. Januar ein Abschiedsfest in Basel. Über 80 Personen nahmen an der PBI-Veranstaltung teil und zeigten den beiden auf diese Weise ihre Unterstützung für den anderthalbjährigen Freiwilligen-Einsatz.
Im letzten Moment vor der Abreise mussten wir noch das Visum für Kolumbien beantragen. Zum Glück war der Service sehr freundlich, schnell und effizient.
Nach einer angenehmen Reise sind wir gut in Bogotá angekommen, wo morgen die Einführung für die neuen Frewilligen beginnt. Gaby, die wir bereits aus dem Vorbereitungstraining in Spanien kennen, empfängt uns am Flughafen.
Als ich die E-Mail sah, welche mir meine definitive Teilnahme am Training bestätigte, war meine Freude riesengross. Nun war ich einem Freiwilligeneinsatz mit PBI in Kolumbien einen grossen Schritt näher gekommen.
Inzwischen ist bereits etwas mehr als eine Woche vergangen und ich kann es kaum glauben, noch immer wirkt alles sehr surreal. Nachdem wir uns so lange auf diesen Moment vorbereitet haben, sind wir nun tatsächlich in Kolumbien und in der PBI-Familie angekommen.
Nun war es also endlich soweit: Nach zwei intensiven Wochen in Bogotá, mit so vielen Leuten in einem Haus, dass wir einen rigiden Duschplan brauchten, würden wir nun tatsächlich nach Apartadó fliegen. Nun würden wir endlich das Haus kennenlernen, in dem wir die nächsten Monate verbringen werden.
Es ist ein sehr emotionaler Moment, als Mitglieder der Friedensgemeinde ein riesiges weisses Transparent ausrollen, auf dem die Namen von mehr als 350 Personen stehen, welche seit der Gründung der Friedensgemeinde San José de Apartadó 1997 von der Guerilla, dem Militär oder Paramilitärs ermordet worden sind.
In Lateinamerika finden in der Woche vor Ostern Prozessionen statt. Dieses Jahr hat auch die Friedensgemeinschaft San José de Apartadó einen Kreuzweg in Begleitung von Pater Javier Giraldo organisiert.