Ein Engagement an der Seite von Menschenrechtsverteidiger:innen
Internationale Freiwillige spielen eine zentrale Rolle in der Schutzarbeit von Peace Brigades International (PBI). In internationalen Teams tragen sie zum Schutz von Menschenrechtsverteidiger:innen bei, die aufgrund ihres Engagements für Gerechtigkeit, Frieden und grundlegende Rechte bedroht werden.
Die PBI-Teams in Kolumbien, Guatemala, Honduras und Mexiko suchen regelmässig neue Freiwillige. Die Freiwilligen unterstützen die PBI-Teams vor Ort bei der schützenden Begleitung von Menschenrechtsverteidiger:innen, bei der internationalen Beobachtung, der Kontextanalyse sowie der Advocacy-Arbeit.
Die Freiwilligen von PBI handeln nicht anstelle der begleiteten Personen und Organisationen. Im Einklang mit den Grundsätzen der Gewaltfreiheit, der Überparteilichkeit und der Nichteinmischung tragen sie dazu bei, einen sichereren Handlungsspielraum zu schaffen, damit Partnerorganisationen ihre eigene Arbeit fortsetzen und ihre Rechte verteidigen können.
Eine kollektive und interkulturelle Erfahrung
Ein Engagement bei PBI bietet die Möglichkeit, während eines Jahres in einem internationalen Team zu leben und zu arbeiten, die Lebensrealitäten von Menschenrechtsverteidiger:innen aus nächster Nähe kennenzulernen und Kompetenzen in den Bereichen Analyse, interkulturelle Kommunikation, Teamarbeit, Konsensfindung und Risikomanagement zu entwickeln.
- Die Bewerbungen werden direkt von den jeweiligen PBI-Teams bearbeitet. Informationen zu aktuell offenen Einsatzmöglichkeiten finden Sie auf der Website von PBI International.
- Weitere Informationen zu den Freiwilligeneinsätzen, den jeweiligen Einsatzkontexten und den Bewerbungsverfahren finden Sie auf den entsprechenden Seiten von PBI Mexiko, PBI Guatemala, PBI Honduras und PBI Kolumbien.
Häufig gestellte Fragen
PBI sucht Menschen, die sich für Menschenrechte, Gewaltfreiheit und soziale Gerechtigkeit einsetzen. Erfahrungen in einer Organisation, einer sozialen Bewegung, einer NGO oder einem anderen kollektiven Kontext werden in der Regel vorausgesetzt.
Freiwillige sollten in der Lage sein, in einem interkulturellen Team zu leben und zu arbeiten. Diskretion, Diplomatie, Flexibilität sowie die Identifikation mit den Grundsätzen von PBI – insbesondere denen der Gewaltfreiheit, Unparteilichkeit, Nichteinmischung und Konsensfindung – sind wichtige Voraussetzungen.
Die Freiwilligen sind in der Regel über 25 Jahre alt. Einige Teams akzeptieren jedoch Bewerbungen bereits ab 22 Jahren.
Die Freiwilligen tragen durch verschiedene Aktivitäten zum Schutz von Menschenrechtsverteidiger:innen bei: physische Schutzbegleitung der Verteidiger:innen, internationale Beobachtung, Kontextanalyse, Verfassen von Berichten, Advocacy-Arbeit sowie Treffen mit Behörden, diplomatischen Vertretungen und internationalen Organisationen.
Je nach Bedarf unterstützen die Teams zudem Workshops zu Schutzmassnahmen, Sicherheit oder Risikoanalysen.
Internationale Freiwilligenteams von PBI sind derzeit in Kolumbien, Guatemala, Honduras und Mexiko präsent.
Die Kontexte, die begleiteten Partnerorganisationen und die Arbeitsschwerpunkte unterscheiden sich von Land zu Land.
Die Mindestdauer eines Einsatzes beträgt in der Regel ein Jahr. Je nach Bedarf der Teams können einzelne Positionen eine längere Einsatzdauer vorsehen.
Die Freiwilligen leben und arbeiten in einem internationalen Team und teilen sich üblicherweise eine gemeinsame Unterkunft, die gleichzeitig als Arbeitsort dient.
Die Freiwilligen erhalten keinen Lohn. Die mit dem Einsatz verbundenen Kosten werden jedoch von PBI übernommen, insbesondere internationale Reisen, Visa, Unterkunft, Verpflegung, Versicherungen sowie beruflich bedingte Reisen vor Ort.
Darüber hinaus erhalten die Freiwilligen eine Aufwandsentschädigung zur Deckung persönlicher Ausgaben während ihres Einsatzes.
Gute mündliche und schriftliche Spanischkenntnisse sind für die Teams in Kolumbien, Guatemala, Honduras und Mexiko unerlässlich.
Je nach Kontext können weitere Sprachkenntnisse von Vorteil sein.
Die PBI-Teams führen je nach Bedarf in der Regel ein bis zwei Auswahlverfahren pro Jahr durch. Aktuelle Ausschreibungen werden auf der Website von PBI International sowie auf den Websites und in den sozialen Medien der jeweiligen Teams veröffentlicht.
Das Auswahlverfahren wird direkt von den einzelnen Teams durchgeführt. Es umfasst in der Regel eine schriftliche Bewerbung inkl. Referenzen, eine Vorauswahl anhand der Unterlagen, ein oder mehrere Gespräche, Selbstlern- oder Vorbereitungsmodule sowie eine Auswahl- und Trainingswoche, online oder in Präsenz. Die genauen Abläufe können je nach Land variieren.
Die Teilnahme am Auswahlverfahren garantiert nicht automatisch die Aufnahme in ein Team. Je nach operativen Bedürfnissen und verfügbaren Plätzen können mehrere Monate zwischen der Auswahl und dem Einsatzbeginn liegen.
Ausgewählte Personen absolvieren eine von dem jeweiligen Team organisierte Vorbereitung. Diese umfasst insbesondere die Grundsätze von PBI, Schutzbegleitung, Kontextanalyse, Teamarbeit, Sicherheit, interkulturelle Kommunikation, Stressbewältigung und Konsensfindung.
Nach der Ankunft im Einsatzland ist zudem eine Orientierungsphase vorgesehen.
PBI legt grossen Wert auf das Wohlbefinden der Freiwilligen vor, während und nach ihrem Einsatz. Individuelle und kollektive Unterstützungsangebote helfen dabei, die emotionalen und beruflichen Herausforderungen der Arbeit in den anspruchsvollen Kontexten zu bewältigen.
Die Freiwilligen können Reflexionsräume, psychosoziale Unterstützung sowie Begleitung bei der Rückkehr in Anspruch nehmen.
Nein. Aus Gründen der Sicherheit, Unabhängigkeit und Unparteilichkeit werden Freiwillige nicht in ihrem eigenen Land eingesetzt.
Ressourcen
- Broschüre von PBI Schweiz: Als Menschenrechtsbeobachter:in mit PBI ins Ausland (PDF) & Länderinformationen zu Guatemala, Mexiko, Honduras und Kolumbien (PDF)
- Video: A British volunteer, Sophia, talks about PBI’s accompaniment in Colombia (5 Min.)
- Video: In the Company of Hope (Engl./Span.) (2024, 5 Min.)