Vision und Mission
Peace Brigades International (PBI) setzt sich für eine Welt ein, in der Konflikte gewaltfrei gelöst werden, die Menschenrechte geachtet werden und soziale Gerechtigkeit sowie interkultureller Respekt Wirklichkeit sind.
Seit 1983 trägt PBI Schweiz zu dieser Vision bei, indem sie den Schutz von Menschenrechtsverteidiger:innen unterstützt und die Verbindungen zwischen der Schweiz, den PBI-Teams vor Ort und den Partnerorganisationen stärkt, die sich für Menschenrechte und Frieden engagieren.
Raum für Frieden schaffen
Weltweit setzen sich Menschenrechtsverteidiger:innen für Gerechtigkeit, Frieden, die Rechte indigener Gemeinschaften, Frauenrechte, Umweltschutz oder den Zugang zur Justiz ein. Dabei sind sie häufig Bedrohungen, Verleumdungskampagnen, Gewalt und missbräuchlichen Strafverfahren ausgesetzt und laufen in einigen Fällen sogar Gefahr, ermordet zu werden.
PBI wird auf ihre Anfrage hin tätig, um einen sichereren Handlungsspielraum zu schaffen, der es ihnen ermöglicht, ihre Arbeit fortzusetzen. Durch eine Kombination aus Schutzbegleitung, Advocacy-Arbeit, Vernetzung, Wissensaustausch und Sensibilisierung unterstützt PBI Menschen und Organisationen, die sich mit gewaltfreien Mitteln für sozialen Wandel einsetzen.
PBI Schweiz im internationalen Netzwerk
PBI Schweiz ist ein unabhängiger Verein nach Schweizer Recht und Teil des internationalen Netzwerks von Peace Brigades International.
Das PBI-Netzwerk besteht heute aus Teams in Kolumbien, Guatemala, Honduras, Mexiko, Kenia, Indonesien, Nepal und Nicaragua sowie aus rund einem Dutzend unterstützenden PBI-Organisationen in Europa und Nordamerika.
Von der Schweiz aus tragen wir durch Advocacy-Arbeit, Sensibilisierung, Vernetzung und Fundraising zum Schutz von Menschenrechtsverteidiger:innen vor Ort bei.
Unsere Prinzipien
Die Arbeit von PBI basiert auf fünf grundlegenden Prinzipien:
PBI ist überzeugt, dass dauerhafter Frieden und gerechte Lösungen für Konflikte nicht durch Gewalt erreicht werden können. Die Organisation unterstützt ausschliesslich Personen, Organisationen und Bewegungen, die sich gewaltfrei für Menschenrechte, Gerechtigkeit und sozialen Wandel einsetzen. Gewaltfreiheit ist sowohl ein Handlungsprinzip als auch ein Ansatz zur Konflikttransformation.
In Konfliktsituationen handelt PBI als unabhängige internationale Drittpartei. Die Organisation pflegt den Dialog mit den verschiedenen beteiligten Akteur:innen und dokumentiert Situationen sorgfältig und unparteiisch.
Unparteilichkeit bedeutet jedoch weder Neutralität gegenüber Menschenrechtsverletzungen noch Gleichgültigkeit gegenüber Ungerechtigkeiten. PBI ergreift Partei für die Menschenrechte und den Schutz von Menschenrechtsverteidiger:innen.
PBI wird ausschliesslich auf Anfrage von Einzelpersonen, Gemeinschaften oder lokalen Organisationen tätig. Die Organisation ersetzt deren Handeln nicht und greift weder in ihre Entscheidungen noch in ihre Strategien ein.
PBI ist überzeugt, dass nachhaltige Veränderungen von den unmittelbar betroffenen Menschen selbst getragen werden müssen. Ihre Rolle besteht darin, einen sichereren Handlungsspielraum zu schaffen, damit ihre Partnerorganisationen ihre eigene Arbeit fortsetzen können.
PBI ist unabhängig von politischen Parteien, Regierungen, Unternehmen, religiösen Institutionen oder anderen Interessengruppen. Diese Unabhängigkeit ist entscheidend, um die Glaubwürdigkeit ihrer Arbeit, das Vertrauen ihrer Partnerorganisationen und den Dialog mit einer Vielzahl von Akteur:innen zu gewährleisten.
PBI setzt auf partizipative und nicht-hierarchische Arbeitsweisen. Wichtige Entscheidungen werden auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene im Konsens getroffen.
Dieser Ansatz fördert das Zuhören, die Beteiligung aller betroffenen Personen und die Suche nach nachhaltigen gemeinsamen Lösungen.
Die Prinzipien von PBI leiten sowohl die Arbeit der Teams vor Ort als auch jene der unterstützenden Organisationen im internationalen Netzwerk. Sie bilden das gemeinsame Fundament unseres Engagements für Menschenrechte, Gewaltfreiheit und Frieden.